Ausstellung: Umbrüche - Industrie - Landschaft - Wandel

NOCH BIS Sonntag, 25.03.2018
14.00 bis 18.00 Uhr

Joachim Brohm: Essen 1981 (2007), Ruhr

Die Ausstellung findet im Museum unter Tage (MuT) statt.

Fotografien von Rudolf Holtappel, Bernd und Hilla Becher, Joachim Brohm, Jitka Hanzlová sowie Filme von Marco Kugel und Richard Serra

Wenn 2018 die letzte Zeche im Ruhrgebiet schließt, geht eine Epoche zu Ende, die mit der rasanten Industrialisierung im 19. Jahrhundert begann. Was bedeuten die spätestens seit dem Beginn des Strukturwandels in den 1960er Jahren spürbaren Erschütterungen für die Region? Wie wirken sich die Entwicklungen von einem pulsierenden Zentrum der Montanindustrie hin zu einer postindustriellen Gesellschaft auf den Alltag jedes einzelnen aus? Wie verändern sich Landschaft, Lebensgefühl und gesellschaftliches Miteinander, was geht für immer verloren, welche neuen Perspektiven erschließen sich? Und schließlich: Wie schlagen sich tiefgreifende Brüche und stille Wandlungen in den Bildmedien – insbesondere in Fotografie und Film – nieder?

Die Fragen und Herausforderungen, die sich seit längerem schon für das Ruhrgebiet stellen, reichen in ihrer Bedeutung weit über die Region hinaus. Entwicklungen, die andernorts womöglich langsamer, planvoller und weniger drastisch verlaufen, zeigen sich hier in deutlicher Schärfe. Wahrscheinlich zog und zieht das Ruhrgebiet gerade deshalb immer wieder Künstlerinnen und Künstler insbesondere aus den Bereichen Fotografie und Film an, die den Wandel mit je eigenen Formulierungen ins Bild setzen. Betrachtet man die in der Ausstellung „Umbrüche“ versammelten Werke aus der Zeit des frühen Strukturwandels bis in die Gegenwart – von Becher und Holtappel über Serra und Brohm bis zu Hanzlová und Kugel –, so eröffnen sich gerade im Vergleich zahlreiche Fragen und Assoziationen, die weit über das jeweils im Bild Sichtbare hinausweisen.

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