Klavier-Festival Ruhr: Rafał Blechacz

Mittwoch, 21.06.2017
20.00 Uhr

Huyssenallee 53, 45128 Essen / Tel.: +49 (0)2 01 81 22-10
Rafal Blechaz (c) Marco Borggreve
Johann Sebastian Bach: Vier Duette aus der Clavierübung III BWV 802-805
Ludwig van Beethoven: Rondo in G-Dur op. 51/2 | Sonate Nr. 3 in C-Dur op. 2/3
Frédéric Chopin: Nocturne in fis-Moll op. 48/2 | Sonate Nr. 2 in b-Moll op. 35 | Fantasie in f-Moll op. 49

Berühmt sein? Nicht sein primäres Lebensziel. Darin gleicht Rafał Blechacz seinem polnischen Landsmann Krystian Zimerman. Beide eint nicht nur, dass sie – im Abstand von 30 Jahren – den Warschauer Chopin-Wettbewerb gewonnen haben, sie meiden auf ähnliche Weise das Glamourlicht und lassen lieber Klänge am Instrument sprechen.

Beiden bedeutet Musik als Geschäft, der „Markt“, wenig bis gar nichts. Umso bedeutsamer sind ihre künstlerischen Aussagen, wenn sie am Flügel sitzen. Blechacz ist ein Klangfarbenliebhaber durch und durch. Oft sieht er während des Spiels Farben: „Bei A-Dur etwa sehe ich eine Art Gelb, D-Dur ist dagegen für mich tendenziell eher blau.“

Sein Repertoire erweitert Blechacz mit größter Behutsamkeit. Beethovens frühe A-Dur-Sonate aus op. 2 hat er vor einigen Jahren grandios auf CD festgehalten, nun lässt er die C-Dur-Sonate aus Beethovens erster Sonaten-Trias folgen. Chopin ist seit langem eine feste Säule für Blechacz. Er spielt diese Musik mit einer Mischung aus Vornehmheit, Genauigkeit und poetischer Erzähllust – eine subtile Balance, die so im heutigen Musikleben nur äußerst selten anzutreffen ist. Damit wird man automatisch berühmt, ob gewollt oder nicht…

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